Karstens KMT Tagebuch

11.1.06

Mittwoch, 3. Besuch bei der KMT Ambulanz

Neben der Kontrolle des Blutbildes, stand noch die Kontrolle beim HNO Oberarzt auf der Agenda. Die KMT Ambulanz war gut vorbereitet der Konzilschein war bereits ausgefüllt, so daß ich gleich nach der Blutabnahme zur HNO Ambulanz verschwand. Dort erfuhr ich, daß der Arzt im OP ist und erst um 14 Uhr in seine Sprechstunde kommt. Toll, da wollte ich eigentlich bereits auf dem Heimweg sein. Also wieder zurück in die KMT Ambulanz und warten, warten bis die Ergebnisse der Blutuntersuchung da sind. Die sahen dann eher enttäuschend aus. Leukozyten und Erythrozyten waren weiter abgesunken, wenn auch nur leicht. Die Thrombozyten sind sogar noch einmal ein ganzes Stück abgesunken. Ansonsten sah eigentlich alles ganz gut aus.
In der Sprechstunde war der Arzt dann auch nicht besonders begeistert. Eigentlich wollte er die Abstände der Blutkontrolle auf zwei Wochen erhöhen, so schob er sie von sieben auf immerhin zehn Tage. Es ist schon komisch wenn man sich erinnert, wie das Stationspersonal immer relativ unruhig werde, wenn sich die Werte von einem Tag auf den anderen so stark veränderten. Und jetzt da eh nur noch sporadisch gemessen wird, hat der Arzt "die Ruhe weg". Aber vielleicht hat er ja recht und das Blut bildende System benötigt einfach noch etwas mehr Zeit und Ruhe.
Ansonsten geht es mir ja wirklich gut. Das Brennen beim Wasser lassen ist praktisch weg, so daß er das Cotrim forte weiter reduzierte. Einzig ein bisschen mehr Ruhebedürfnis und Schlaf als noch vor einer Woche.
Was die Einschränkungen bei der Nahrung angeht hat er die wesentlichen Schranken wie Nüsse und Schokolade auch aufgehoben. Einzig rohe Tierprodukte wie Fleisch, Eier etc. soll ich weiter meiden. Die Vorräte an einzeln abgepackter Butter, Marmeladen und Wurst muß nach dem Aufbrauchen auch nicht mehr aufgestockt werden.
Der HNO Arzt wollte anschließend auf Nummer Sicher gehen und brachte Watte ein in meine Nase, um mögliches Sekret zu sammeln. "Bitte kommen Sie in einer Stunde wieder". In der Zwischenzeit hatte ich mächtig Hunger bekommen, da meine Brotzeit nicht auf einen Ganztagesausflug abgestimmt war. Also ab ins nächstgelegene Restaurant.

5.1.06

Donnerstag, 2. Besuch bei der KMT Ambulanz

Für den heutigen Besuch in der KMT Ambulanz hatte ich mir einzig das Thema Keilbeinhöhle vorgenommen, da die Nase in den letzten Tagen und insbesondere in der letzten Nacht wieder des öfteren „lief“. Und zwar sehr wäßrig, schmeckte salzig wie Tränen. Ich kam etwas später in der Klinik an, so daß der erste Trubel schon vorbei war. Die Schwester nahm meine Wünsche auf und kurz nach der Blutabnahme verschwand ich zur HNO Ambulanz.
Dort war der Dienstplan reziprok zur KMT Ambulanz (k)ein Arzt und drei Schwestern. Die Tageszeitung gab nicht viel her und so beobachtete ich 1,5 Stunden wie jemand den Füllstand des Kaffeeautomaten und des Süßigkeitenautomaten zunächst schriftlich dokumentierte, um dann kurz zu verschwinden und mit den passenden Mengen an fehlendem Material zurückzukommen und alles aufzufüllen.
Schließlich wurde ich aufgerufen, ein Glück fand der Arzt den OP Bericht und wußte so halbwegs worum es geht. Die Untersuchung war positiv, die Wunde war verschlossen, er konnte nicht erkennen, daß dort Flüssigkeit austritt. Die Wunde pulsierte lediglich, was wohl normal wäre. Ich solle aber unbedingt nächste Woche noch einmal kommen, wenn der Oberarzt wieder aus dem Urlaub zurück ist. Dann bekam ich noch Röhrchen, mit denen ich in Zukunft Flüssigkeit auffangen könnte, die man dann im Labor untersucht.
Mit dem Befund in der Hand kam ich dann zu meinem Arzt in der KMT Ambulanz. Leider sah das Blutbild nicht so gut aus Leukozyten und Thrombozyten waren wieder völlig einberochen. Da ich von keiner Erkrankung wie schwerer Erkältung mit Fieber und Kopfschmerzen oder Wiederausbruch der GvH berichten konnte, war der Kommentar des Arztes:“Es gibt tausend Gründe für ein Schwanken des Blutbildes, die kritischen scheinen nicht zuzutreffen, also machen wie nichts, zumal es mir sonst gut geht.“ Einzig das Immunsuppresiva CellCept lassen wir pausieren, zum einen weil es sowieso langsam abgesetzt werden sollte und zum anderen weil es sich auch negativ auf die Blutbildung auswirkt. Eine andere Theorie ist das Sinken des Cortisonspiegels, denn die Leukozyten sind ja erst mit der Cortisontherapie sprunghaft angestiegen und jetzt quasi wieder auf dem alten Niveau. Ansonsten wurde noch das Pilzmittel von Vfend auf Sempera umgestellt.

1.1.06

Sylvester mit Mundschutz

Ich wünsche allen Lesern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2006

Den Sylvesterabend haben wir im ganz kleinen Kreis mit Mundschutz etc. verbracht. Naja, eine weitere Erfahrung auf die man verzichten kann. Ansonsten war es schon lustig, besonders die Kinder hatten ihren Spaß. Der Kleine mußte zwar arg mit sich kämpfen um wach zu bleiben, hat es aber geschafft.

Inzwischen machen sich auch bei mir leichte Anzeichen eines Schnupfens bemerkbar. Entweder drinnen angesteckt oder draußen erkältet, wer weiß? Die anderen Probleme entwickeln sich erstaunlich erfreulich und sich praktisch nicht mehr erwähnenswert.